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Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde

St. Moritz Taucha
 
 
 

Gemeindeausfahrt nach Oschatz – Wermsdorf am 7. Juli 2019

Am 7. Juli 2019 wurden wir von unserer Schwestergemeinde Plaußig-Hohenheida zu unserem zweiten gemeinsamen Gemeindeausfl ug nach Oschatz und Wermsdorf eingeladen.

Nach unserer Anreise (im fast vollen Reisebus) in Oschatz besuchten wir den Gottesdienst in der St. Aegidienkirche am Oschatzer Markt.

Danach erhielten wir eine Kirchenführung, die im Freien begann. So erfuhren wir Interessantes über die Stadt Oschatz. Gleich gegenüber der Kirche befi ndet sich das älteste Gebäude der Stadt, was um 1200 entstand und heute im Kern noch mittelalterliche Ausstattungsteile besitzt. Die Kirche St. Aegidien mit ihren 2 Türmen von je 75,73 m Höhe wurde nach einem Stadtbrand vom Nürnberger Baumeister Prof. Carl Alexander Heideloff in den Jahren 1846-1849 im neogotischen Stil wiederaufgebaut. Kurz vor der Wende befand sich die Kirche wieder in einem sehr schlechten Zustand, konnte aber durch Engagement und Spenden vor dem Verfall gerettet werden.

Wer gut zu Fuß war, stieg nach der Kirchenführung die 199 Stufen zur Türmerwohnung hinauf. Und das hat keinen gereut. Alle waren wir von der kleinen liebevoll eingerichteten Türmerwohnung begeistert. Die Wohnung war bis 1965 bewohnt. Wir konnten sogar noch höher hinaus – im wahrsten Sinne des Wortes: Bis in die Turmspitze konnten wir steigen und dann hinaus auf den Hochbalkon, von wo aus wir dann einen schönen Blick auf Oschatz hatten. Nach dem Abstieg hatten wir uns das Mittagessen im „Schwan“, der ältesten Gaststätte Oschatzs, verdient.

Gemeindefest

Frisch gestärkt holte uns der Bus in Oschatz wieder ab und wir fuhren nach Wermsdorf zum Schloß Hubertusburg. Wir begaben uns auf das große Schlossgelände und und sahen das Schloss mit seinen Nebengebäuden mit sanierten Fassaden vor uns. Es ist nach Versaille die größte Schloßanlage in Europa. Dieses Schloss war ein Geschenk August des Starken an seinen einzigen ehelichen Sohn Friedrich August zur Hochzeit und sollte das Schloß in Versaille übertreffen. Im Siebenjährigen Krieg jedoch wurde das Schloss durch die Preußen geplündert und damit dem Verfall preisgegeben. Zur Völkerschlacht wurden dann die verwundeten französischen Soldaten dorthin gebracht. Da es aber an medizinischer Versorgung mangelte, sind diese zum großen Teil dann dort gestorben. Danach wurde das Schloß wieder der Nutzung zugeführt und ab 1853 als Landeshospital genutzt, hauptsächlich als sogenannte „Irrenanstalt“. Auch heute wird noch ein Teil des Schlosses als Klinik genutzt. Das Schloss selbst soll mit Fördermitteln weiterhin saniert werden.

Nach einem Kaffeetrinken ging es dann mit dem Bus wieder (fröhlich singend) nach Hause.

Claudia Hiemann


 

 

 
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