Aus der Geschichte
der St. Katharinenkirche
zu Sehlis
Dort, wo die Katharinenkirche zu Sehlis heute steht, gab es um 1100 eine kleine
Holzkirche.
Um 1200 wurde sie durch eine Steinkirche mit halbkeisförmiger
Apsis ersetzt und 1250 entstand daraus die heutige Kirche aus Feldsteinen mit
rechtwinkligem Schiff und Chor, die beide durch einen Rundbogen getrennt sind,
einem breiten Turm, dessen Mauern 115 cm dick sind, und einer flachen Decke.
Rund
um die schlichte Steinkirche befindet sich der Friedhof, der heute eingefriedet
ist und auf dem viele verwitterte Grabmale zu sehen sind.
Etwa 1400 wird
die Sakristei an das Kirchlein angebaut, deren spätgotische Holztür
noch heute ihren Dienst tut.
Seit der Einführung der Reformation um
1539 in Sehlis galt die Katharinenkirche als Tochterkirche von Dewitz und wurde
vom dortigen Pfarrer mit betreut.
Einige Jahrhunderte untersteht die Sehliser
Kirche dem regierenden Fürsten. Patron ist die Stadt Leipzig, Sehlis wird
Fürstendorf genannt.
Aus dem Jahre 1665 datiert das älteste noch
vorhandene Kirchenbuch von Sehlis. |
1718
bekommt die Kirche einen neuen Altar - ein Barockwerk mit gekröpften jonischen
Säulen, Wolkenglorie im abgebrochenen Giebel und großem plastischem
Kruzifix als Altarbild.
1795 wird der Glockenstuhl erneuert. Er trug eine
große 86 cm im Durchmesser messende Bronzeglocke von ca. 1430 mit der Inschrift:
"Locke, schütze, leite uns, Maria, zum fleischgewordenen Wort",
eine mittlere Bronzeglocke mit einem Durchmesser von 71 cm von ca. 1530 ohne Glockenzier
und eine kleine Bronzeglocke.
Die kleinste Glocke wurde im 2. Weltkrieg eingeschmolzen,
aber die beiden großen erklingen nach wie vor immer Samstagabend um 18 Uhr,
zum Gottesdienst und zum Jahreswechsel. Sie sind an geraden Holzjochen befestigt
und ihre Klöppel schwingen - nur durch Lederriemen gehalten - in den Glocken.
Darüber hinaus werden sie - wie vor Hunderten von Jahren - von Hand zum Klingen
gebracht.
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1810
wird die Sakristei neu gedielt, größere Fenster eingebrochen und mit
Eisengittern versehen sowie die Orgel erneuert.
1835 entsteht ein neuer
Eingang an der Abendseite im Turm, der bisherige Eingang an der Nordseite wird
zugemauert, Altar und Weibersitze werden verbessert, große Fenster in das
Schiff gebrochen, der Kieselfußboden, wie er heute noch in der Sakristei
zu sehen ist, wird durch eine Ziegelflachschicht ersetzt. Die Kosten für
diesen Umbau betragen 550 Taler.
1875 erhält die Kirche eine neue Orgel
von Meister Schrickel aus Eilenburg für 252 Taler. 1886 wird der Kirchturm
zum Erntedankfest erneuert.
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1900
ersetzt die Firma Zachariä aus Leipzig die Sonnenuhr durch eine mechanische
Turmuhr.
1912 zerstört eine Windhose Kirchendach, Friedhof und Dorf.
Zu Beginn des 2. Weltkrieges veschlechtert
sich der Bauzustand der Kirche immer mehr, auf Grund der Kriegslage werden jedoch
keine Bauarbeiten an der Holzdecke und am Außenputz zugelassen.
1945
wird die mittlere Glocke nach Dewitz ausgeliehen, 1946 die Kirchenbücher
nach Taucha umgelagert.
1972 erfolgt die Bildung eines gemeinsames Kirchspiel
mit Taucha und Dewitz.
Unter dem Vorwand einer behindertengerechten Gestaltung
beginnt 1978 angeblich eine Sanierung der Kirche. Dabei werden Gestühl, Kanzel,
Altar, Empore und Reste der Orgel ausgelagert bzw. sofort vernichtet.1980/81 setzt
eine "archäologische Rettungsgrabung" den vorläufigen Schlusspunkt
zur Nutzung als Gotteshaus.
Erste Arbeiten zur Sanierung
der Kirche beginnen 1990.
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Am 14.03.12 beschäftigt sich der Mittwochgesprächskreis mit dem Abendmahl für Kinder.
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Die diesjährige ökumenische Bibelwoche vom 19.3. - 23.3. steht unter dem Thema "Atem unseres Betens".
Nach dem Gottesdienst am 25. 3. findet eine Gemeindeversammlung statt.
Am 31.3.ab 10 Uhr ist Kirchenputz!
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